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 14.06.2015  | Sebnitz| Mitteldeutschland-Cup #2

 

 

Als letzten Test vor der Deutschen Meisterschaft in Saalhausen startete ich beim MDC in Sebnitz. Nach 3 sehr trainingsintensiven Vorbereitungswochen konnte ich überhaupt nicht einschätzen, wie gut die Tagesform in Sebnitz schon sein würde. Zwischen mega gut und grottenschlecht war alles möglich.

 

Zunächst ging es auf die Strecke, die zu einigen Teilen neu war, aber auch noch viele Sektionen der jahrelang bewährten Runde beinhaltete. Insgesamt war es etwas weniger technisch, dafür aber konditionell schwerer. Nach wie vor ein schöner Kurs und gut zur Vorbereitung.

 

Um 11:15 Uhr ging es los. Ich erwischte einen guten Start aus der zweiten Reihe und sortierte mich gleich hinter den vermeintlich stärksten Konkurrenten Michal Bubilek aus Tschechien ein. Meine Beine fühlten sich gut an und ich hätte noch schneller gekonnt, doch ich wollte erstmal ins Rennen kommen und abwarten, wie gut die Anderen drauf sind.

 

Noch während der ersten Runde zogen gleich mehrere Fahrer vorbei an die Spitze und sorgten für Tempoverschärfungen. Als ich mich schließlich nur noch an 5. Position befand und Scott-Fahrer Florian Schön mit einer weiteren Verschärfung sich abzusetzen schien, hatte ich genug vom Abwarten. Ich passierte die gesamte Gruppe, setzte mich an die Spitze und gab Gas.

 

Schneller als erwartet bildete sich eine Lücke zu meinen Verfolgern, die ich in den nächsten Runden auf über eine Minute ausbauen konnte. Da ich meinen Vorsprung ganz gut unter Kontrolle hatte, versuchte ich, das Rennen bestmöglich als Training für die DM zu nutzen: Vollgas an den steilen Rampen, dafür etwas lockerer in Flachpassagen und vor den Abfahrten, um diese möglichst sauber fahren zu können.

 

Es ging in die Schlussrunde und ich war mir sicher, dass von hinten niemand mehr kommen würde. Also nahm ich das Tempo leicht raus, schaute mich allerdings auch nicht nochmal nach hinten um. Als ich den letzten Anstieg hinauf fuhr, applaudierten Zuschauer am Streckenrand, hörten kurz auf und klatschten plötzlich wieder. Ich wunderte mich, schaute zurück und bekam einen mittelgroßen Schock, als Florian Schön nur wenige Meter hinter mir angerast kam. Ich sprintete sofort los, denn ich wusste, wenn ich hinter Flo in die Schlussabfahrt gehe, kann ich den Sieg abhaken.

 

Ich schaffte es und rettete 11 Sekunden ins Ziel. Das war knapp! Klar freute ich mich über den Sieg und den gelungenen Formtest, doch gleichzeitig ärgerte ich mich über mich selbst, wie ich den Sieg leichtfertig fast aus den Händen gegeben hatte. Ohne die Zuschauer hätte ich Flo sicher nicht bemerkt. Man lernt halt nie aus. Nochmal passiert mir sowas nicht :).

 


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