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 21.06.2015  | Saalhausen | Deutsche Meisterschaft XCO

 

 

Meine letzte gute Deutsche Meisterschaft liegt bereits einige Jahre zurück. Danach bremsten mich Verletzungen, Krankheiten und Defekte immer wieder aus. Höchste Zeit für ein gutes Rennen also.

 

In diesem Jahr fand die Deutsche Meisterschaft in Saalhausen statt, einer Strecke, auf der mir mit wenigen Ausnahmen immer gute Rennen gelangen. In den Wochen zuvor hatte ich ein spezielles Aufbautraining absolviert, um zum Saisonhöhepunkt topfit zu sein. Von Einheit zu Einheit fühlte ich mich besser und der letzte Testwettkampf in Sebnitz war ebenfalls geglückt.

 

Am Samstag vor dem Saisonhighlight traf gerade noch rechtzeitig mein neues Hardtail ein. Mit über 300g leichterem Rahmen, superleichter Suntour Vollcarbon-Gabel, breiten American Classic Laufrädern und 2.25er Reifen nur 8,7kg leicht. Eine Rakete! Die Vorraussetzungen waren somit perfekt.

 

Die Jungfernfahrt beim Streckentraining am Samstag war dagegen alles andere als leicht. Anhaltende Regenfälle hatten die ohnehin schon anspruchsvollen Abfahrten teilweise grenzwertig fahrbar werden lassen. Dennoch gelang mir eine saubere Trainingsrunde und ich hatte ein gutes Gefühl für das Rennen.

 

Am Sonntag sah es wettertechnisch schon freundlicher aus. Beim Warmfahren fühlte ich mich außergewöhnlich gut und wusste, dass an diesem Tag etwas gehen würde.

 

Gegen 15 Uhr ging es endlich los. Ich erwischte zunächst keinen guten Start und lag so um Platz 25, konnte mich aber auf dem Weg zum höchsten Punkt schnell auf Platz 10 vor schieben. Nach hinten bildete sich früh eine Lücke, während nach vorn noch alles dicht zusammen war. In der technischen Abfahrt riss die Spitzengruppe leider auseinander und ich lag in einer Verfolgergruppe hinter Sascha Weber und Wolfram Kurschat. Sascha fiel zurück und ich bildete ein Duo mit Wolfram um Platz 8.

 

Zur nächsten Gruppe um Martin Gluth hatten wir etwa 20 Sekunden Rückstand. Vielleicht wäre es etwas einfacher gewesen, mich dort dran zu hängen, denn Wolframs Rhythmus ist bekanntermaßen sehr ungewöhnlich. Leider schafften wir den Anschluss aber nicht noch einmal. So musste ich versuchen, so gut wie möglich mein eigenes Tempo zu fahren. Etwa bis zur Hälfte der Anstiege konnte ich Wolframs Tempo folgen, ließ dann abreißen und schloss die Lücken in den schweren Abfahrten wieder.

 

Runde für Runde passierten wir als ungleiches Duo gemeinsam die Ziellinie. Für mich eine zusätzliche Motivation, mit einem so namhaften Fahrer um die Plätze zu kämpfen.

 

Schließlich ging es in die Schlussrunde. Mittlerweile regnete es in Strömen und der Kurs wechselte wieder auf Superschwer-Modus. Wolfram gab tierisch Gas und ich bekam Krämpfe. So verlor ich an den Anstiegen mehr Zeit auf ihn, als in den Runden zuvor. Leider zu viel, um in den letzten beiden Abfahrten noch einmal aufzuschließen. So erreichte ich völlig fertig, aber mehr als zufrieden als Neunter das Ziel.

 

Mit Sicherheit war es eines meiner besten Rennen seit Jahren. Material top, Form top, in den schweren technischen Passagen sehr konzentriert und komplett fehlerfrei gefahren, während es unglaublich viele Stürze im Rennen gab. Top 10 bei einer DM, bei der alle Top-Fahrer am Start waren und es keine Ausfälle an der Spitze gab. Nach langer Zeit kann ich mal wieder sagen: Es hat alles gepasst :).

 

Fotos: EGO Promotion

 


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