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Nach langer Zeit tut sich mal wieder etwas auf meiner Website. In den vergangenen Wochen kam ich leider zeitlich nicht dazu, wie gewohnt meine Rennberichte hochzuladen. Deshalb hier eine kleine Zusammenfassung, wie die Radsaison im Frühjahr für mich begann.

 

 

 31.03. - 05.04.2015  | Portugal | Portugal Tour MTB

 

Anfang des Jahres erhielten mein neuer Teamkollege Michael Schuchardt und ich eine Einladung zur Portugal Tour MTB, einem sechstägigen Etappenrennen für Zweierteams. Nach einem perfekten Trainingslager auf Gran Canaria Anfang März legte mich leider eine heftige Grippe für 2 Wochen lahm und bis zum Beginn der Portugal Tour bin ich keinen Meter Rad gefahren. Normalerweise wäre ich erstmal mit lockerem Training wieder eingestiegen, doch die Flüge waren bereits gebucht und ich wollte Schuchi nicht hängen lassen. Also versuchte ich es.

 

Erstaunlicherweise war die Form immernoch sehr gut und wir sicherten uns Patz 4 auf der ersten Etappe, trotz Reifenschaden. Einen Tag später legten wir noch eine Schippe drauf und wurden Dritte.

 

An Tag 3 stand die Königsetappe auf dem Programm. Wir harmonierten super und hielten uns bis Kilometer 60 in der Spitzengruppe. Allerdings hatte ich etwas Kreislaufprobleme und ein ungutes Gefühl. Als wir uns dann in einer schweren Abfahrt innerhalb kürzester Zeit 4 Platten einhandelten, was auch unserer riskanten Reifenwahl geschuldet war, fielen wie aussichtslos zurück. So beschloss ich, an der nächsten Feedzone das Rennen aufzugeben und kein weiteres gesundheitliches Risiko einzugehen.

Schade, aber dennoch war es ein tolles Rennen, zu dem wir gerne wieder kommen. Dann aber gesund und mit stabilen Reifen.

Ein anschließender Check beim Arzt gab Entwarnung. Der Infekt war restlos verschwunden.

 

 

 26.04.2015  | Wombach | Bundesliga #1

 

Nach etwas Pause und neuem Formaufbau versuchte ich einen zweiten Saisonstart in Wombach. Ich fühlte mich stark und kam mit dem Kurs gut zurecht. Von Anfang an konnte ich mich in einer Gruppe um Platz 10 festsetzen und bis zu Rang 8 waren es nur Sekunden. Meine erste Top10-Platzierung in der Elite-Bundesliga schien machbar.

 

Leider stürzte ich in einer rutschigen Steinpassage und prellte mir dabei stark das Steißbein. Gleichzeitig verbog ich auch das Schaltauge, sodass ich in den letzten 3 Runden vor allem an den Anstiegen mit Schaltproblemen zu kämpfen hatte.

 

Die Gruppe war damit weg und es kam noch zum Duell um Platz 13 mit Altmeister Wolfram Kurschat, der nach Defekt wieder zu mir aufgeschlossen hatte. Ich verlor in am langen Anstieg, konnte das Loch aber in der Abfahrt nochmal schließen und ihn kurz vor dem Ziel mit einem Antritt passieren. Somit Platz 13, nicht schlecht für den Anfang.

 

 

 02.05.2015  | Bahrendorf | Landesmeisterschaft Einzelzeitfahren

 

Glücklicherweise passte auch dieses Jahr die Landesmeisterschaft im Einzelzeitfahren in den Rennkalender, denn diese Art von Rennen hat sich mittlerweile zu einer meiner Lieblingsdisziplinen entwickelt.

Mein Ziel war es, meinen Titel aus dem Vorjahr zu verteidigen und mich so erneut für die Deutsche Meisterschaft zu qualifizieren. Gegenüber dem Vorjahr konnte ich mich aerodynamisch weiter verbessern, auch wenn das ein sehr langsamer Gewöhnungsprozess ist.

Mit einem glatten 46er Schnitt reichte es für Platz 1 in Sachsen Anhalt. Lediglich ein sächsischer Fahrer war in diesem Jahr noch 30 Sekunden schneller. DM-Quali geschafft und weiter nach Heubach zur Bundesiga.

 

 

 

 

 

 

 

 03.05.2015  | Heubach | Bundesliga #2

 

Nach etwas stressiger Anreise vom Einzelzeitfahren und ohne Streckentraining startete ich beim superstark besetzten HC-Rennen in Heubach.

 

Trotz einiger Turbulenzen am Start konnte ich mich ganz gut nach vorn arbeiten und um Platz 30 festsetzen. Gemessen an den Fahrern, die in meinem Umfeld unterwegs waren, eine gute Leistung. Anhaltender Regen sorgte für eine Schlammschlacht, wie ich sie lange nicht mehr erlebt habe. Leider ging mir in den beiden letzten Runden etwas die Kraft aus, die ich bereits ins Zeitfahren investiert hatte. So fiel ich noch auf Rang 37 zurück, wurde aber noch sechstbester Deutscher. Und immerhin blieb ich sturz- und defektfrei, ohne in die 80%-Regel zu geraten.

 

 

 

 

 

 

 

 10.05.2015  | Wunsiedel | Alpina-Cup + Cube Cup

 

Um die Lücke bis zum ersten Weltcup zu füllen, entschied ich mich zum Start beim Rennen in Wunsiedel.

 

Mangels Punkten startete ich vom Ende des Elite-Feldes, konnte mich aber in Runde 2 auf Platz 3 vorschieben. Leider hatte ich keinen guten Tag, weder hoch, noch runter und so blieb es bei meiner Platzierung.

 

Im Anschluss kam es dann zu etwas Verwirrung, warum ich im Elite-Feld gestartet war und bei den 30 Sekunden später gestarteten Männern 1 gewertet wurde. Ich wusste nicht, dass man bei Rennen der Deutschen MTB Union nicht freiwillig in der höheren Klasse starten darf und hatte mich gewohnheitsmäßig bei der Elite angestellt. Glücklicherweise beließ es der Veranstalter bei 30 Sekunden Zeitstrafe, was dennoch zu Platz 1 bei den Männern 1 reichte.

 

 

 

 

 24.05.2015  | Nove Mesto (CZE) | UCI-Weltcup #1

 

Eine schlechte DM 2014, das Defekt-Aus beim Brasil Ride und die Nichtteilnahme beim Stage Race auf Zypern führten dazu, dass mein Konto an Weltranglistenpunkten momentan recht übersichtlich ausfällt. Eigentlich zu übersichtlich, um beim Weltcup starten zu können. Glücklicherweise ergab sich aber die Möglichkeit, über die Nationalmannschaft teilzunehmen.

 

Der Kurs war wie gewohnt anspruchsvoll und dank unzähliger Wurzeln und Steinpassagen der ultimative Fully-Kurs. Und glücklicherweise steht mir in dieser Saison neben dem Hardtail auch ein 29er Fully zur Verfügung.

Meine Punktearmut verbannte mich in die allerletzte Startreihe. Ich gab alles, um in der hektischen Startphase irgendwie nach vorn zu kommen und musste viel Kraft investieren. Leider kam es, wie immer beim Weltcup, zu heftigen Staus, in denen wir viel Zeit verloren. Ich konnte mich um ca. 50 Positionen nach vorn arbeiten, bekam dann aber, wie schon beim Training am Vortag, starke Atemprobeme. Die Anstiege ging es somit nur noch mit angezogener Handbremse hoch und platzierungsmäßig legte ich den Rückwärtsgang ein. So reichte es nur zu einem enttäuschenden 119. Rang.

 

Dennoch hat es Spaß gemacht, die wahnsinnige Stimmung am Streckenrand zu erleben.

 

 

 

 

 

 

 

 


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