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 11.01.2015   | Borna | Deutsche Meisterschaft

 

Leider erwischte mich einen Tag nach dem Silvesterpreis ein heftiger Infekt, sodass ich mehrere Tage pausieren  und das Vorbereitungsrennen in Bad Harzburg absagen musste.

 

Bis zur Deutschen Meisterschaft in Borna konnte ich den Infekt leider nicht völlig auskurieren, aber zumindest nochmal ein paar kurze Trainingseinheiten absolvieren, bei denen ich mich immernoch ganz gut fühlte.

 

Nach anhaltenden Regenfällen war die tolle Rennstrecke in Borna tief schlammig, mit zahlreichen Laufpassagen und viel Auf und Ab. Ein Kurs, der mir lag und mich zuversichtlich stimmte.

 

Dank Punkten im Deutschland-Cup durfte ich von Rang 19 ins Rennen gehen. Anfangs fand ich keine Lücke zum Überholen, konnte mich dann aber Platz um Platz nach vorn schieben, bis es nach weniger als einer halben Runde am Hinterrad knallte. Der Schlauchreifen war von der Felge gesprungen. Ein Defekt, der mir noch nie passiert ist, den ich mir allerdings selbst zuzuschreiben habe, da ich seit Jahren meine Reifen selber klebe.

 

Also blieb mir nichts anderes übrig, als zur Wechselzone zu rennen, wo meine Betreuer mit dem zweiten Crossrad warteten. Der Weg dort hin war leider noch ziemlich lang und schnell war das gesamte Feld an mir vorbei gezogen. Endlich in der Techzone angekommen, wechselte ich das Rad und setzte das Rennen mit Abstand als Letzter fort.

 

Die Motivation war natürlich im Keller, denn im Cross ist es schwer, größere Zeitabstände zu schließen. Ein Top-Ergebnis war außer Reichweite. Nach etwa einer Runde erreichte ich das Ende des Feldes und arbeitete mich langsam nach vorn.

 

Leider wurde ich beim Überholen von einem Kontrahenten gegen einen Absperrpfosten gedrängt, wobei meine Vorderradbremse abbrach, was ich allerdings erst in der nächsten, schnellen Abfahrt bemerkte. Ich schaffte es gerade so, die anschließende Kurve sturzfrei zu meistern, beschloss aber, an der nächsten Techzone aus dem Rennen auszusteigen.

 

Mittlerweile hatten meine Betreuer mein erstes Rad wieder einsatzbereit gemacht, also fuhr ich doch nochmal weiter, denn die Strecke machte Spaß und als Training konnte es auch nicht schaden. Obwohl ich nicht mehr ans Limit ging, reichte es immerhin noch zu Rang 24.

 

Wirklich schade, denn die Form zu einem starken Ergebnis war da. Was ich allerdings positiv aus der Cross-Saison nehme, ist das Gefühl, endlich wieder Druck auf dem Pedal zu haben und starke Rennen fahren zu können. Darauf möchte ich in der kommenden Saison aufbauen. Gleichzeitig werde ich mich auf die Minimierung von Defekten konzentrieren, denn davon hatte ich im vergangenen Jahr mehr als genug. Dann sollte einiges drin sein. Bisher folgte bei mir auf eine gute Cross-Saison stets auch eine starke MTB-Saison :).

 

Foto: Michaela Kühmichel

 


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